Was ich der Wortwerkerin / dem Wortwerker schon immer sagen wollte
Schlaf
Geschätzte Lesezeit: 2 Min
Geschrieben von Elisabeth Pape
schlafen, wenig schlafen.
Sonntag, 6:46 Uhr.
Ich kann nicht mehr schlafen.
Die Vorhänge sind zwar blickdicht, lassen aber an den Seiten Licht hinein, ich bin eine empfindliche Schläferin.
Nur mit Ohropax, neben wem ist schwierig,
also sehr schwierig, ich werde bei jeder Bewegung wach,
Die Matratze muss hart sein, hier ist sie zu weich, mein Becken hängt durch, liege im Hohlkreuz da, wenn ich auf dem Bauch einschlafe.
Ich bin Bauchschläferin und es wird dringend abgeraten auf dem Bauch einzuschlafen.
Meine Mutter hat mich immer auf den Bauch gelegt, als ich ein Säugling war, so wurde es mir zumindest erzählt.
Man soll Säuglinge nicht auf den Bauch legen, sie können ersticken.
Ich bin nicht erstickt. Zum Glück?
Zum Glück.
Zum Glück?
JAHA ZUM GLÜCK.
Naja und jetzt wach. Wie viele Stunden Schlaf?
Verschallert ziehe ich die Vorhänge auf. Zwei Menschen sind da mit ihrem Hund, der Mann schaut nach oben, perfekt, er sieht mich hier intim und verletzlich direkt nach dem Aufwachen, das Gesicht noch verquollen, die Haare wie ein Vogelnest.
Soll ich winken? Unsere Blicke treffen sich. Soll ich so lange schauen, bis er den Blick abwendet?
Ist er neugierig, wer hier schläft?
Ich bin es, die hier schläft.
Die sich immer noch gewöhnen muss, an neue Wege, an ein neues Bett.
Ich mache Katze Kuh auf meiner mitgebrachten Yogamatte und hoffe, dass es was hilft.